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Begriffe aus der Welt der Druckluft

Druckluftlexikon - O

Ölschmierung bei BAUER Kompressoren

Eine leistungsfähige Druckschmierung erfolgt durch eine Ölpumpe mit Ölfilter.

Diese äußerst zuverlässige Schmierung der » Kolben, Zylinder und des » Triebwerks gewährleistet eine lange Lebensdauer und geringen Verschleiß.

BAUER Kompressoren sind für Dauerbetrieb entwickelt und gebaut.

Bei BAUER Kompressoren wird durch die Kolbenbüchse der Hochdruckstufe eine genau dosierte Öllmenge unter gleichbleibendem Druck eingespritzt. Das eingespritzte Öl tropft fast vollkommen auf das umlaufende » Triebwerk ab. Der erzeugte Ölnebel schmiert sämtliche Lager und Zylinderlaufbahnen.

Die Ölschmierung im Kompressor hat zwei Aufgaben:

  • Herabsetzen der Reibungsverluste im Zylinder und in den Lagern und damit Minimierung des Verschleißes.
  • Kühlen der Anlage bzw. Temperaturausgleich.

Die Wahl des richtigen Öles ist von entscheidender Wichtigkeit. Da diese Öle auch mit der späteren Atemluft in Kontakt kommen, müssen sie physiologisch und toxikologisch unbedenklich sein. Es dürfen nur die durch den Hersteller freigegebenen Ölsorten verwendet werden. Davon hängt ganz entscheidend die Lebensdauer des Kompressors ab.

Unterschieden werden muß hier zwischen synthetischen und mineralischen Schmierölen. Synthetische Schmieröle sind für harte Einsatzbedingungen und Dauerbetrieb in weiten Temperaturbereichen (+5°C bis +45°C) geeignet. Ein Ölwechsel sollte nach 2000 Betriebsstunden, jedoch mindestens alle 2 Jahre vorgenommen werden. Die genauen Werte müssen generell der Betriebsanleitung entnommen werden. Mineralische Schmieröle sind für weniger harte Einsatzbedingungen und einen engeren Temperaturbereich (+5°C bis +35°C ) geeignet.

Ölwechselintervalle nach 1000 Stunden, mindestens jedoch jedes Jahr.

Die Umstellung von mineralischem auf synthetisches Schmieröl ist nur bei Neugeräten bis etwa 100 Betriebsstunden nach gründlicher Reinigung möglich. Ältere Geräte müssen vorher durch den Fachmann geprüft werden. Grund dafür ist das starke Anlösen von Verkokungen durch die synthetischen Öle. Diese gelösten Rückstände können die Filter, Ventile und Kühler verstopfen. Eine Umstellung von synthetischem Öl auf mineralisches Öl ist problemlos möglich.

Kompressoren für Kurzzeitbetrieb und Dauerbetrieb unterscheiden sich in der Art ihrer Schmierung. Kleine tragbare Kompressoren für Kurzzeitbetrieb haben eine Schleuderstiftschmierung. Dabei taucht ein auf der Kurbelwelle angebrachter Stift bei jeder Umdrehung in das Öl und schleudert es gegen die Kolbenunterseite und gegen die Zylinderwände. Der Kompressor muß dazu aber waagerecht stehen (Neigung max. 10°), damit die Schmierung gewährleistet ist.

Bei der Druckschmierung wird über eine Ölpumpe das Öl aus dem Ölsumpf im Kurbelgehäuse angesaugt und dosiert der letzten Stufe zugeführt. Das dort nicht benutzte Öl fließt zurück und schmiert - vom Triebwerk zerstäubt - die übrigen beweglichen Teile. Hier beträgt die maximal zulässige Neigung ebenfalls 10°, denn bei größerer Neigung besteht die Gefahr, daß Luft von der Ölpumpe angesaugt wird. Kompressoren mit dieser Schmierung sind für Dauerbetrieb geeignet. Bei allen Kompressoren wird auch der Kompressionsraum über den Kolben direkt geschmiert (Kopfschmierung). Dazu wird die Leckluft (Blow by) der einzelnen Stufen verwendet, die zwischen Kolben und Zylinderwand hindurch in das Kurbelwellengehäuse gelangt. Diese Leckluft, die unter einem geringen Überdruck von etwa 0,3 bar steht und mit Ölnebel gesättigt ist, wird der ersten Stufe beim Ansaugen zugeführt. Sie entspricht etwa 5% bis 10% der Luftlieferleistung des Kompressors. Dieses Öl ist für den Ölkreislauf verloren und muß regelmäßig ergänzt werden (Ölkontrolle). Es verbindet sich mit dem Wasser aus der Luftfeuchte der angesaugten und verdichteten Luft und fällt als Kondensat aus. Das Kondensat ist eine Emulsion aus Öl und Wasser.

 

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