Begriffe aus der Welt der Druckluft
Druckluftlexikon - F
Filterstandzeiten
Während die Standzeit des Ansaugfilters am Eingang der ersten Stufe nur vom Staubgehalt der angesaugten Luft abhängt, ist sie bei der » TRIPLEX-Patrone von der Menge der durchströmenden Luft, der Einstellung des Druckhalteventils und von der Temperatur der Filterwandung abhängig.
Die Überwachung ist auf mehrere Arten möglich:
- Wiegen der TRIPLEX-Patrone
Da das Molekularsieb - als schwächstes Glied der Kette - 20% seines Eigengewichtes an Wasser aufnehmen kann, kann das Gewicht als Maßstab herangezogen werden. Da das Maximalgewicht der gesättigten Patrone aufgedruckt ist, genügt eine Gewichtskontrolle.
- Abstreichkarte
Jeder neuen Filterpatrone liegt eine Abstreichkarte bei, an der je nach Flaschengröße und Filterwandtemperatur jeweils eine Anzahl von Einheiten abgestrichen werden. Es zählt dabei jeweils die fast leere Flasche, höhere Restdrücke können berücksichtigt werden. Die angegebene Temperatur ist die Umgebungstemperatur. Am starken Anstieg der abzustreichenden Einheiten ist schon zu erkennen, wie stark der Einfluß der Temperatur auf die Standzeit des Filtermaterials ist.
- Betriebsstundenzähler
Bei entsprechender Erfahrung (z.B. durch Wiegen der Filterpatrone) kann auch die Anzeige am Betriebsstundenzähler herangezogen werden. Auch hier ist natürlich die Temperatur jeweils zu berücksichtigen.
- Überwachung durch Farbindikatoren
Durch Einsatz von Trocknungsmittel mit Farbindikatoren (z.B. Silicagel) wird die Feuchtigkeitsaufnahme sichtbar gemacht. Die blaue Farbe des trockenen Mittels schlägt bei Sättigung in rosa um.
- Elektronische Überwachung
Größere Anlagen können elektronisch überwacht werden. Dabei wird nahe des Filterausganges ein Feuchtsensor installiert, der bei Sättigung des Filtermaterials anspricht und ein Warnsignal gibt. Wird der Filter dann nicht gewechselt, schaltet sich die Anlage nach einiger Zeit ab.
- PSA oder Druckwechseladsorbtion (Regenerationstrockner)
Bei größeren Anlagen können zwei Filtereinheiten, die im Gegenstrom arbeiten, eingesetzt werden. Dabei wird jeweils ein Filtereinheit von der unter hohem Druck stehenden Luft durchströmt, wobei die Feuchte vom Trockenmittel adsorbiert wird.
Nach 15 Minuten wird auf die zweite Filtereinheit umgeschaltet, die erste Filtereinheit ist jetzt drucklos. Ein Teilstrom der Luft vom Kompressor (etwa 5%) wird jetzt entspannt und ist damit sehr trocken (atmosphärischer Taupunkt). Diese trockene Luft durchströmt jetzt den ersten Filter, nimmt die vorher adsorbierte Feuchte wieder auf und wird in die Atmosphäre geblasen.Da hier bei der Regeneration des Filtermaterials ohne zusätzliches Aufheizen gearbeitet wird, ist das Trocknungsmittel nie vollkommen regeneriert, daher der jeweils nur kurze Betrieb pro Filtereinheit. Dieses System dient nur der Trocknung, die Filterung über Aktivkohle erfolgt getrennt.
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