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Begriffe aus der Welt der Druckluft

Druckluftlexikon - A

Aktivkohle

Für das Reinigen der Luft von dampfförmigen Beimengungen wird das Adsorptionsverfahren eingesetzt.
Adsorptionsmittel sind Stoffe mit offener Porenstruktur und einer großen inneren Oberfläche. Dazu gehören z.B. Aktivkohle und das zum Trocknen eingesetzte Molekularsieb (Zeichnung rechts). Aktivkohle kann grundsätzlich aus allen kohlenstoffhaltigen Substanzen hergestellt werden. Dazu gehören z.B. Torf, Sägemehl, Holz, Braunkohle und Steinkohle. Beim Aktivierungsprozeß werden die Rohmaterialien verkokt und dadurch alle teerigen Inhaltsstoffe, welche die Poren verstopfen, ausgetrieben.

Übrig bleibt das offene Kohlenstoffgerüst, das eine innere Oberfläche von 600 bis 1400m² pro Gramm besitzt. Sechs gestrichene Teelöffel mit Aktivkohle hätten dann etwa die innere Oberfläche eines Fußballfeldes! Die Strömungsgeschwindigkeit der Luft im Filter darf maximal 0,2 bis 0,5 m/s betragen (bezogen auf den freien Querschnitt), damit die Kontaktzeit der Luft mit dem Filtermaterial lange genug ist.

Da der Wassergehalt einen Einfluß auf die Adsorptionsfähigkeit hat, ist eine Vortrocknung der Luft zu empfehlen. Beim der Reinigen der Luft mittels Aktivkohle wird durch physikalische und chemische Vorgänge Wärme frei. Wichtig ist, daß die Aktivkohle nur dampfförmige Substanzen adsorbieren kann. Schwebeteile, Nebel und Aerosole werden nicht gebunden. Diese werden durch zwischengeschobene Filzplättchen zurückgehalten.

Durch die Aktivkohle-Filterung wird die Atemluft weitgehend geschmacks- und geruchsfrei.
Die Aktivkohle ist das Filtermaterial in der Feinnachreinigerpatrone.

Die BAUER Filterpatronen bestehen aus einer physiologisch einwandfreien Kunststoffhülse.
Die Körnung der Aktivkohle soll sehr klein sein, damit eine möglichst dichte Packkung erreicht wird.

Hinsichtlich der Durchströmgeschwindigkeit der Druckluft ist die Filterpatrone für die einzelnen Kompressortypen genau berechnet, um so die beste Filterung der Atemluft zu erreichen.

Füllhahn mit Entlüftung (siehe unter » Füllhähne).
Für reine Taucherflaschen ist außerdem noch der "internationale Bügelanschluß" gebräuchlich, der allerdings bis heute nur für ND 200 bar zugelassen ist.

 

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